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Black Hat Europe 2025: Unser Besuch in London

Drei Tage Security-Forschung, Show-Floor und viele Gespräche. Was wir aus London mitgenommen haben — und was davon für den Mittelstand wirklich zählt.

Sebastian Balz
Sebastian BalzGründer & Geschäftsführer
11. Dezember 2025Datum
4 Min.Lesezeit
Black Hat Europe 2025 in London — Sponsorenwand im Business Hall

Business Hall der Black Hat Europe 2025, ExCeL London.

Die Black Hat Europe ist kein Marketing-Event — sie ist der Ort, an dem Security-Forschung, Tool-Hersteller und Praktiker drei Tage lang sehr direkt aufeinandertreffen. Wir waren in London vor Ort, in den Briefings, auf dem Show-Floor und vor allem in vielen Gesprächen. Hier sind die Eindrücke, die wir mitgenommen haben — bewusst aus der Brille der Beratung, nicht des Hypes.

01 — GrundtonKI ist überall — und selten zu Ende gedacht

Kein Stand kam ohne „AI" aus. Das reicht von echtem Mehrwert — schnellere Triage in der Erkennung, automatisierte Auswertung großer Log-Mengen — bis zu Funktionen, die vor allem gut klingen. Spannender als die Versprechen war die zweite Frage, die kaum jemand auf dem Show-Floor stellt: Wer verantwortet die KI, die da plötzlich sicherheitsrelevante Entscheidungen trifft? Genau diese Lücke zwischen Tool und Verantwortung beschäftigt uns in der Praxis täglich.

02 — ThemaVom Schwachstellen-Scan zum Exposure Management

Ein klarer Trend: weg von der reinen Schwachstellen-Liste, hin zur Frage, was davon im eigenen Kontext tatsächlich angreifbar und geschäftskritisch ist. Priorisierung statt Vollständigkeit. Das deckt sich exakt mit dem, was wir Kunden raten — ein Tool erzeugt Funde, aber die Einordnung, was zuerst und mit welchem Aufwand behandelt wird, bleibt eine Urteils- und Führungsfrage.

Die beeindruckendsten Plattformen lösen das technische Problem. Das organisatorische Problem — Verantwortung, Priorisierung, Nachweis — bleibt beim Menschen.

Sebastian Balz — Gründer von Cognic

03 — ResonanzLieferkette und Nachweisdruck sind angekommen

Auffällig viele Anbieter adressierten Supply-Chain-Sicherheit und kontinuierliche Nachweisführung — vom Software-Bestandteil (SBOM) bis zur laufenden Control-Überwachung. Das passt zu dem, was wir im deutschen Mittelstand sehen: Der Druck kommt zunehmend nicht vom Gesetz allein, sondern von Kunden, die belastbare Nachweise verlangen. NIS-2 wirkt hier als Beschleuniger.

04 — MitnahmeWas das für den Mittelstand heißt

Der Show-Floor ist auf große Security-Organisationen mit eigenem SOC zugeschnitten. Für mittelständische Unternehmen ist die wichtigste Lehre eine andere: Nicht das neueste Tool entscheidet, sondern ob Sicherheit sauber aufgesetzt, verantwortet und nachweisbar ist. Technologie hilft — aber sie ersetzt kein gelebtes Managementsystem.

Zum Mitnehmen

05 — FazitInspiration mit Bodenhaftung

Wir nehmen aus London viel Inspiration mit — und die Bestätigung unserer Linie: Software beschleunigt, aber Beratung, Methodik und Verantwortung machen aus Werkzeugen ein tragfähiges Sicherheitsniveau. Genau an dieser Schnittstelle arbeitet Cognic. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe.

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Sebastian Balz
Autor

Sebastian Balz · Gründer & Geschäftsführer

Spezialisiert auf Informationssicherheit, Compliance Automation, BSI IT-Grundschutz und Informationssicherheitskonzepte für anspruchsvolle Projekt- und Beschaffungsumgebungen. In Compliance-Fragen zählt nicht nur die Methode, sondern Urteil, Erfahrung und Verantwortung.

ISO 27001 Officer BSI IT-Grundschutz-Praktiker KI-Compliance-Beauftragter Datenschutzbeauftragter

Aus Trends ein tragfähiges Sicherheitsniveau machen.

Wir ordnen ein, was für Ihr Unternehmen wirklich zählt — und setzen es prüffest um, statt dem nächsten Tool hinterherzulaufen.